MEMENTO
Über diesen Film
Nichts ist, wie es scheint – alles ist möglich: In dem rätselhaften Film noir sucht ein Mann ohne Gedächtnis den Mörder seiner Frau (Jorja Fox).
Die Wahrheit. Auf einem Polaroid ist deutlich die Leiche eines Mannes zu sehen, dem in den Kopf geschossen wurde. Eine Hand schüttelt das Foto, das langsam zu verblassen beginnt. Mit jeder Sekunde lösen sich die Konturen weiter auf, und der eben noch sichtbare Körper verschwindet wieder im Weiß des Fotopapiers. Das Bild wird zurück in die Kamera gezogen, ein Toter kehrt zu den Lebenden zurück, eine Kugel verschwindet im Lauf.
Die Wahrheit? Für Leonard (Guy Pearce) ist sie eine flüchtige Angelegenheit, seit er sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau muss er die ihm wichtigen Dinge auf Notizzetteln, mit Polaroids und Tattoos festhalten, um sich seiner eigenen Identität und seiner Aufgabe zu versichern: den Mörder seiner Frau zu finden. Ist es der Mann, den er in der rückwärts ablaufenden Anfangssequenz getötet hat?
Das zweite Werk des Briten Christopher Nolan ist ein philosophischer Film noir und ein cineastisches Puzzle. Die Suche seines Helden erzählt er vom Ende zu ihrem Anfang hin. Beim stückweisen Vordringen in die Vergangenheit eines Erinnerungslosen werden dabei zunehmend sicher geglaubte Fakten und Identitäten in Frage gestellt. In den USA hat sich das Independent-Werk schon zu einem kleinen Box-Office-Hit entwickelt – denn “Memento” macht den Zuschauer zum Wiederholungstäter.










